Kamp-Lintfort. Manuela Kempkes hat den Kindergarten St. Marien über 34 Jahre geleitet. Sie war bekannt für verschiedene Neuansätze wie beispielsweise das Vorhaben "Haus der kleinen Forscher". Am 1. April trat sie offiziell in den Ruhestand zurück. Die Person, die nun ihr Amt fortsetzt, ist noch unbekannt.
„Sie hatten ein aufgeschlossenes Ohr sowohl für Kinder als auch für deren Eltern“ – das waren die Worte, mit denen Manuela Kempkes bei ihrer Abwicklung ihres Postens als Direktorin der Kita St. Marien bedankt wurde. In ihren 34 Jahren im Amt hat diese Einrichtung vieles erreicht. Am 1. April trat sie als dienstälteste Kita-Direktorin der Stadt offiziell zurück. Während ihrer beruflichen Laufbahn gelang es ihr, zahlreiche Initiativen umzusetzen. Beispiele dafür sind unter anderem: Der Kindergarten St. Marien war der Erste in Kamp-Lintfort, der einen Schwimmbereich speziell für Kinder einführte; dies geschah bereits im Jahr 2008 und erhielt Unterstützung durch Klaudia Bours aus der DLRG Moers-Rheinkamp.
Da das Vorhaben erfolgreich verlief, plante die Stadt, es später auf sämtliche Kitas in Kamp-Lintfort auszuweiten und unter dem Namen "Flotte Flosse" weiterzuführen. Im Jahr 2010 startete das Programm Kita-Plus. Mit finanzieller Unterstützung des Lions Clubs Kamp-Lintfort/Rheinberg wurde dort gearbeitet an der Stärkung des Selbstvertrauens bei den Kleinen. Zu Beginn dieser Initiative war der Kindergarten immer noch im ehemaligen zweistöckigen Bau an der Kattenstraße 191 untergebracht, direkt gegenüber der Marienkirche gelegen.
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Vor drei Jahren hatten die katholischen Kirchengemeinden beschlossen, einige ihrer Gotteshäuser zusammenzuführen, um ihre Ressourcen effizienter einzusetzen. Die Leitung der Gemeinde St. Josef, unter dem Vorsitz von Weihbischof Wilfried Theising sowie die leitende Person im Kindergarten erkannten hier eine Möglichkeit: stattdessen den Kirchenraum der ehemaligen St.-Marien-Kirche weiterhin in Gebrauch zu halten, aber ihn als Kinderhort umzugestalten. "Dieses Bauwerk sollte trotz seiner Profanierung im Jahr 2012 noch immer ein Ort des religiösen Lebens sein", betonte Manuela Kempkes beim Abschluss dieses Projekts. Somit wandelte man zwischen 2014 und 2015 jene Sakralbau aus dem Jahr 1927 – früher bekannt als Marienkirche – in einen modernen Kindergarten um.
Eine andere religiöse Einrichtung im Münsterländer Gebiet gehört zu den ersten zwei Gotteshäusern des Bistums Münster, welche einen neuen Lebenszweck bekamen. Seitdem wird dieser Kindergarten architectonisch als eines der spannendsten Projekte entlang dem Niederrhein betrachtet. Der Kindergarten hat seine Dienste zur ganzen Tagessorge ausgebaut, um sich in eine Kinderbetreuungseinrichtung umzuwandeln. Um Teil eines Verbunds von vier weiteren katholischen Kitas zu werden und ein Familienzentrum aufzubauen, erhöhte das Institut seinen Ratschlag-Dienstleistungsbereich. Zur Veranschaulichung: Das Institut stellt Räume für festgelegte Sprechzeiten der Abteilung "Frauenarbeit" bereit - einer der Ersten überhaupt in Kamp-Lintfort. Im Jahr 2012 zeigte auch bei der Initiative “Das Haus kleiner Entdecker” der Kindergarten St. Marien die Vorreiterrolle; hier lag sie nach wie vor hinter der städtischen Kita-Tageseinrichtung Tausendfüßler am Schulzentrum zurück.
„ Seitdem wurde die Kita fünf Mal rezertifiziert ", berichtete Martin Kreymann beim Abschied. Er arbeitet als Koordinator für dieses Projekt an der Hochschule Rhein-Waal und unterstützt dabei Kinder durch naturwissenschaftliche Experimente bei ihrem Forschen von neuem Wissen. "Die Kinder spendieren mir sehr viel", teilte Manuela Kempkes mit, eine Pädagogin im Ruhestand seit dem 1. April. "Ihre Anerkennung gleicht der Zuneigung ihrer Eltern." Sie betonte jedoch: "Der Dank richtet sich nicht an mich alleine, sondern an viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter hinter den Kulissen. Ohne ihre Unterstützung wäre dies unmöglich." Das erweiterte Team umfasst nun auch ehemalige Teilnehmer des Kindergarten St. Marien, so zum Beispiel Christina Grau. Die 36-jährige Vorsitzende des Elternausschusses sah sich noch einmal in die Anfangsjahre dieser Einrichtung zurückerinnert. Im Jahr 1991 hatte Frau Kempkes damals gerade erst die Führung inne, da war Christinas Aufnahme ins Programm bereits eines der ersten Projekte unter ihr. Beim Übermitteln der Glückwünsche ihres Ausschusses zeigte sie auf diese gemeinsame Geschichte hin.
Trotzdem leben wir nun in der Nähe des Krankenhauses, wo unsere Tochter Maya, die heutig sieben Jahre zählt, früher die Kita St. Marien frequentiert hat. Unser Sohn Mika, der im Alter von fünf Jahren steht, besucht diese Einrichtung jetzt. Die Kita erinnert an eine Großfamilie; alle Bekanntschaften sind bekannt, und das Umfeld ist sehr familienähnlich geprägt.
(got aka )
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