Nach seinem schweren Unfall beim Großen Preis von Katar erholte sich Jorge Martín derzeit allmählich und stetig. Der Fahrer des Aprilia-Teams hatte während des Rennens am Sonntag ein Hämopneumothorax sowie zahlreiche Rippenfrakturen davongetragen.
Die Verletzungen mussten umgehend ärztliche Behandlung erhalten – darunter war beispielsweise ein Drainageverfahren, das es ermöglichte, dass die Lunge wieder vollständig aufgepumpt werden konnte. Der Spanier erhält zurzeit intensive medizinische Versorgung am Hamad General Hospital.
Diese letzten Tage waren echt schwierig, aber allmählich beginne ich wieder ein wenig mehr unterwegs zu sein und fühle mich dadurch besser – obwohl die Schmerzen immer noch sehr intensiv sind," teilt Martin in einem persönlichen Statement mit. "Ich bin dankbar für Aprilia, meine Fans sowie alle, die mir helfen. Ich werde weiterhin kämpfen, um eines der dominierendsten Fahrer aller Zeiten zu werden.
Die behandelnden Mediziner betonen, dass der Gesundheitszustand von Martin langsam jedoch kontinuierlich besser wird. Gemäß einer Mitteilung vom Donnerstag vermerkt Aprilia, im Moment sei es wichtig, dass die Lunge weiterhin stabil ausgedehnt bleibt. Erst wenn dies gelingt, können sie den endgültigen Abschluss der mechanischen Aspirationsbehandlung sowie das Entfernen der Drainage vornehmen.
Eine weitere Röntgentestung wird die Entscheidung treffen, wann dieser Prozess möglich ist. Erst dann kann eine Rückkehr nach Europa under ärztlicher Überwachung geplant werden.
Dr. Angel Charte, medizinischer Leiter von MotoGP, erklärt: „Jorge Martín befindet sich immer noch im Intensivbereich des Hamad Hospital. Die Entwicklung seiner Verletzungen ist positiv. Der Prozess mit dem BrustdRAINAGE macht Fortschritte und obwohl er Rippenfrakturen hat, kann die Schmerzlinderung gut gesteuert werden.“
Die Charte hebt ebenfalls Martins geistige Festigkeit hervor: "Seine Laune ist ausgezeichnet, er zeigt eine bemerkenswerte Willenskraft und einen Kampfgeist. Es bedarf lediglich ein wenig mehr Zeit, bis der medizinische Prozess vollständig abgeschlossen ist."
Also der Aufbau des Plans für die Wiederherstellung von Aprilia Martins Gesundheit sowie deren Ersatzorganisation
Auch Franco Perona, Chief Medical Officer von Lifenet Healthcare, unterstreicht die Fortschritte: "Jorge Martin wird derzeit mit Schmerztherapie und Drainageverfahren behandelt, was eine deutliche positive Wirkung auf die Re-Expansion der Lunge zeigt. Dr. Charte unterstützt den Fahrer mit größtem Einsatz, und wir möchten ihm an dieser Stelle ausdrücklich danken."
Perona betont zudem: "Als offizieller medizinischer Partner von Aprilia Racing stehen wir bereit, um diesen schwierigen Moment gemeinsam zu bewältigen. Wir begleiten Jorge durch die funktionelle Rehabilitationsphase bis zu seiner Rückkehr auf die Strecke."
Aprilia arbeitet eng zusammen mit den anstehenden Ärztern vor Ort sowie mit Charte und Perona, um sicherzustellen, dass Martin die optimale Betreuung erhält – ein wesentlicher Aspekt für eine vollständige körperlich-seelische Heilung.
Nach den invasiven Eingriffen wird Martin ein umfassendes Rehabilitationsschema durchlaufen. Dazu gehören beispielsweise Schmerzbeseitigungsmethoden, die Verbesserung der Atmungsdurchlässigkeit sowie eine stetige Kontrolle des Herz-Kreislauf-Systems.
Solange Martin seinen Genesungsprozess fortsetzt, soll Lorenzo Savadori bei der nächsten Runde im Rahmen des Großen Preises von Jerez für Aprilia ausfahren. Sobald bedeutsame Verbesserungen zu verzeichnen sind, plant das Team Aprilia, weitere Informationen über den Befinden des Weltmeisters preiszugeben.