Um im Alter den gewohnten Lebensstandard beizubehalten, ist private Vorbereitungen unerlässlich. Eine mögliche Option stellt die kapitalgedeckteRentenversicherung dar. Hierbei handelt es sich um ausgezeichnete Versicherungspläne.
Es ist heutzutage allgemein bekannt, dass eine private Altersvorsorge unverzichtbar ist, da man sich sonst im Ruhestand mit erheblichen Einschränkungen herumschlagen muss. Viele Personen kümmern sich schon früh um ihre spätere Versorgung. Allerdings haben viele einen mangelnden Sinn dafür, welches Risiko damit verbunden sein kann, länger zu überleben als ihr gesamtes geplantes Ersparnis reichen wird. Dies zeigt ein gemeinsames Forschungsprojekt von der Ludwig-Maximilian-Universität München sowie der Universität Hohenheim. Der Hauptgedanke dieser Untersuchung unter dem Titel "Wert und Anerkennung lebenslangender Pensionszahlungen bei freier Altersfürsorge" lautet, dass der tatsächliche Nutzen langfristiger Rente größer ist als deren subjektive Anziehungskraft. Ein Grund hierfür könnte auch darin liegen, dass häufig fälschlicherweise die eigene Lebensdauer überschätzt wird.
Einer der Ansätze zur Verminderung des Langzeitausblick-Risikos könnte eine fondsbasierte Rentenversicherung – oder kurz Fondsrente – sein. Diese Option bietet sich alsAlternative zu traditionellen Versicherungsprodukten an und vereint Sparpläne in Form von Investmentfonds mit einem lebenslangen Zahlungsrhythmus während der Rente. Durch diese Methode können Investoren über längere Zeiträume hinweg die Gunstige vom Wachstum auf den Finanzmärkten genießen, was ihre Altersvorsorge stützt. Wie René Wördemann, Head of Product Management bei der Ergo Vorsorge Lebensversicherung, erklärt: "In diesem Modell hängt Ihre Altersvorsorge direkt von dem Stand der Kapitalmärkte ab." Er fügt hinzu: "Sollte es beim Aktienmarkt steigende Trends geben, so resultiert daraus ein Gewinn; im Gegensatz dazu führen fallende Marktpreise jedoch zu Verlusten."
Es gibt verschiedene Arten von Fondsrenten. Abhängig von Ihrer Risikoaversität können Sie zwischen fondsbasierten Renten mit hohem oder geringfügigen Beitraggarantiesätzen und sogar rentenähnlichen Verträgen ohne jegliche Garantie wählen. Wie der Experte von Ergo erklärt, ist es üblich, dass bei diesen Art der Garantien nur einen Teil Ihres Sparguthabens direkt in den Fond investiert wird, während der Rest in das gesicherte Vermögen der Versicherung umgesetzt wird. Durch diese Fondsinvestition haben Sie Gelegenheit, Erträge zu erzielen, wobei Ihre ausgewählte Garantie durch die Investition in das Sicherheitskapital garantiert wird.
Die Fondsentwicklung erlebt stetig wachsende Beliebtheit.
Sowohl bei Einlagen als auch bei Sparprodukten haben sich Fondsrenten großer Beliebtheit erfreut. Nach Angaben von Thorsten Saal, dem Leiter für Mathematik und Bewertung bei Morgen & Morgen (M&M), nehmen sie mit über 70 % den größeren Teil des Marktes ein. "Fondsrenten bieten gegenüber traditionellen Finanzinstrumenten verschiedene Vorzüge", erklärt Saal weiter. Dazu gehören insbesondere die Option zur Auswahl zwischen Garantiemodalitäten und verschiedenen Investmentfondstypen sowie potentiell höhere Ertragserwartungen dank riskanterer Portfoliokonstellationen oder Schwerpunktsetzung auf umweltgerechte Werte. Je längeres man vor dem Renteneintritt planiert, desto weniger beeinflussen kurzzeitige Schwankungen das Endergebnis negativ. Zudem können bestimmte Elemente wie periodisches Umschichtungsmanagement, optional garantierte Vermögensstände und strukturiertes Abwickeln helfen, mögliche Risiken einzudämmen, welche mit erhöhter Volatilität verbunden sein könnten. Letztlich gewährleisten diese Versicherungen eine unbegrenzte Einkommenszahlung bis zum Lebensende - was einen wichtigen Aspekt darstellt, wenn man diesen Vergleich zu anderen Formen der Spargelder zieht.
Die ideale Versicherungen für zwei Beispiel-Szenarien
Morgen & Morgen hat bei der smartlink.biz.idexklusiv die Top-Fondsrenten mit Garantie ausgezeichnet. Es wurde ein Vergleich zwischen zwei Szenarien durchgeführt: Einer 37-jährigen Person, welche über 30 Jahre hinweg mit monatlichem Einsatz von 250 Euro vorsorgt und einem 50-jährigen, der einen Vertrag für zwölf Jahre abschliesst und monatliche Zahlungen von 750 Euro leistet. Bei beiden Modellen haben sie sich entschieden, eine brutto-Beitragsgarantie im Umfang von mindstens 80 Prozent zu wählen.
„Destо höher die Garantie, desto mehr Kapital wird ins Sicherungsvermögen eingebracht“, betonen die Spezialisten von Allianz Lebensversicherung. „Die Garantiestufe fungiert als Absicherung; unter dieser Schwelle kann der Wert einer Police beim Eintritt in den Ruhestand nicht sinken." Es ist entscheidend zu verstehen: Garantien und Ertragschancen wirken sich gegenseitig aus. Umso größer die Garantie, desto unwahrscheinlicher sind hervorragende Rücklagenrenditen, da ein erheblicher Anteil der Prämie sicherheitshalber riskolos investiert werden muss. Bei der Entscheidung für das passende Garantienniveau sollten Sie auch berücksichtigen, wie lange Ihr Versorgungsplan laufen soll.
Darüber hinaus wählen sowohl die 37-jährige Frau als auch der 50-jährige Mann die Risikoklasse 3 mit mittlerem Schwankungsbreite. Diese Versicherungsverträge erhielten den höchsten Wert bei einem günstigen Preis-Nutzen-Verhältnis. Der Betrag der Rente basiert auf dem gesamten angelegten Kapital. Die Höhe dieser Rentenzahlungen sowie deren Endbetrag sind abhängig vom Börsenaufschwung oder -abschwung. Daher haben Experten unter Leitung von Saal zwei mögliche Zukunftsszenarien simuliert: eines mit schwacher Marktentwicklung und ein zweites mit moderater Entwicklungsrate. Das endgültige Renditenergebnis innerhalb des Vergleichs berücksichtigt einen Durchschnittswert. Es könnte daher höher oder niedriger sein als prognostiziert.
Die 37-jährigen Frau muss sich für eine aus sieben fondbasierten Pensionsprodukten entscheiden, welche alle das Prädikat "äußerst gut" erhalten haben. Diese Produkte sind unter anderem von den Anbieter Europa, Continentale, Ergo Vorsorge, Allianz, Axa/DBV, Canada Life sowie LV 1871 erhältlich. Der Garantieraufwendungsbonus des führenden Produkts Europas beträgt 273,60 Euro. Für ein durchschnittliches Investment prognostizieren Fachleute einen potentiellen Aufwand von 612 Euro. Das zweiteplatzierte Produkt der Firma Continentale bietet hingegen einen Garantieanspruch von 271,81 Euro und im Fall eines mittelmäßigen Investments könnte dies auf maximal 576 Euro steigen.
Der 50-jährige Versicherungsnehmer hat die Möglichkeit, unter fünf erstklassigen Polizentypen zu wählen. In Führung geht eine Europapolice mit einer sicheren Rente von 308,65 Euro sowie einem potentiellen Betrag von 378 Euro bei Durchschnittsentwicklung des Kapitals. An zweiter Stelle befindet sich ein Angebot von Continental, gefolgt von Produkten der Allianz, Ergo-Versorgung und Canada Life. Das Ende des vergangenen Jahres brachte einen beachtlichen Sprung im Höchstzinssatz dieser Produkte von 0,25 auf 1,00 Prozent, was sich positiv auf alle Fondspolicen niedergeschlagen hat. "Es ist zu beobachten, dass sowohl Prognoserenditen als auch Rentenquotienten – insbesondere für festgarantierte Pensionseinzahlungen – erheblich verbessert wurden", erklärt Saal.
Steuerbegünstigungen während des Einspartums, in der Rentenzeit sowie bei Kapitaleinzahlungen
Außerdem gibt es einige steuerliche Vorteile beim Abschließen einer Fondsrente: Während der Einsparperiode, in der Rente und bei der Kapitaleinlösung bieten sich Steuergunststellungen an, wie Thomas Pollmer vom Europaversicherungen hervorhebt. Der Verkauf von Fonds ist solange steuerfrei, bis kein Geld aus dem Vertrag entnommen wird, sondern lediglich intern umstrukturiert wird. "Beim Empfang monatlicher Pensionsraten im späteren Lebensalter profitiert man von den vorteilhaften Besteuerungsregeln für Erträge", erklärt Pollmer weiter. "Es ist notwendig, künftige Einkünfte während des Ruhestands zu besteuern; das angelegte Pensioengeld selbst bleibt jedoch vor Abgaben geschützt."
Selbst wenn sich der Versicherte später keine monatlichen Rentenzahlungen aussuchen möchte, profitiert er von steuerlichen Vorteilen. Bei der Kapitaleingabe müssen nur die Steuern auf einen Teil des Ertragzes bezahlt werden – nämlich nur auf die Hälfte von 85 Prozent. Dafür muss jedoch das Investment mindestens zwölf Jahre lang gehalten worden sein und beim Entzug des Kapitals sollte der Versicherte über 62 Jahre alt sein. Solche Bedingungen führen häufig dazu, dass diese Option rentabler ist im Vergleich zur direkten Investition in ETFs, wie es Pollmer beobachtet hat.
Der Fachmann von Europa Versicherungen betont: "Mit der Fondsrente kombiniert man Vorteile zweier Welten: Zum einen kann man beispielsweise durch ETFs Anlagevermögen aufbauen; zum anderen erhält man eine lebenslange, sichere Rente." Da es im Laufe eines Lebens viele Kosten gibt und daher ein ständiges Einkommen erforderlich ist - was nur die Rentenversicherung sicherstellt.
Hinweis: In einer vorherigen Fassung wurde angegeben, dass die Versicherten zur Zeit der Kapitalentnahme höchstens 62 Jahre alt sein durften. Tatsächlich muss man jedoch über 62 Jahre alt sein. Diese Korrektur wurde vorgenommen und wir entschuldigen uns dafür.
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