Wegen eines Salmonellenrisikos hob das Wiener Unternehmen Wojnar's am Montag nicht nur verschiedene Arten und Losen von seinem Humus sowie ein großes Teils seiner Produktpalette wieder auf. Bei einem interner Qualitätstest wurde festgestellt, dass Salmonellen im Tahini-Sesammarkiergut vorkommen, welches zur Herstellung vieler Humustypen verwendet wird. Am folgenden Tag wurden zudem noch viele andere Artikel aus dem Verkehr gezogen. Auch die Handelskette Spar nahm Maßnahmen in Anschlag.
Wojnar's hatte schon am Montag hervorgehoben, dass es möglich sei, Salmonellen in den Hummus-Produkten vorzufinden. Die Aufnahme von Lebensmitteln, die mit Salmonellen kontaminiert sind, kann zu Diarrhoe, Magenschmerzen sowie gelegentlich zu Übelkeit und leichten Fieberschüben führen. Normalerweise verschwinden diese Symptome nach wenigen Tagen ohne medizinische Behandlung. Falls jedoch schwere oder persistierende Anzeichen vorhanden sind, sollte man einen Arzt aufsuchen.
Die Artikel waren zeitweise in Österreich in Läden von Kröswang, Wedl, Kastner, Transgourmet, Eurogast, nöm Gast sowie Julius Kiennast verfügbar. Diese Filialen sind die Orte, an denen sie ebenfalls eingelöst oder zurücksent zurückgegeben werden können. Ohne Kaufbestätigung erhalten Kunden ihr Geld für Rückgaben vollständig erstattet.
14 Lieferungen wurden am Montag zurückgezogen.
19 zusätzlicheProdukte aus demSortiment sindbetroffen.
Ein Tag später wurde ein Rückruffür 19 zusätzliche Artikel angekündigt, welche in den Supermärkten Billa, Habibi & Hawara sowie direkt vom Produzenten vertrieben wurden. Bei Produkten, die bereits gekauft wurden, steht ihnen seitdem das Rückgaberecht unabhängig von einem Kassenzettel zu. Das Unternehmen äußerte sein Bedauern über diesen Vorfall und entschuldigte sich bei seinen Kundinnen und Kunden.
Trotzdem zog auch der Handelsspannung Spar, bei dem Wojnar's beliefern, ein paar Produkte des Herstellers unter ihrem eigenen Markenlabel aus ihren Regalen zurück.
(APA)